Wodurch entsteht das prämenstruelle Syndrom?

Das prämenstruelle Syndrom ist eine Erkrankung, die bei etwa 3 von 4 Frauen mindestens einmal auftritt und sich mit Symptomen wie Stimmungsschwankungen, Spannungsgefühl in den Brüsten, Heißhunger, Müdigkeit, innerer Anspannung,…

13.05.2020 2 Min.
Wodurch entsteht das prämenstruelle Syndrom?
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Das prämenstruelle Syndrom ist eine Erkrankung, die bei etwa 3 von 4 Frauen mindestens einmal auftritt und sich mit Symptomen wie Stimmungsschwankungen, Spannungsgefühl in den Brüsten, Heißhunger, Müdigkeit, innerer Anspannung, Reizbarkeit, Gewichtszunahme und Niedergeschlagenheit zeigt.

Das wichtigste Merkmal dieser Symptome ist, dass sie einem vorhersehbaren Zyklus folgen. Sowohl die körperlichen als auch die seelischen Veränderungen und ihre Stärke sind jedoch von Frau zu Frau verschieden. Doz. Dr. Taner Usta, Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, hat für uns die Anzeichen und Ursachen dieses recht häufigen Syndroms dargestellt.

WAS SIND DIE ANZEICHEN DES SYNDROMS?

Das prämenstruelle Syndrom hat sehr unterschiedliche Anzeichen. Diese Anzeichen sind seelischer, verhaltensbezogener und körperlicher Art. Zu den seelischen und verhaltensbezogenen Veränderungen gehören Anspannung und Ängstlichkeit, Niedergeschlagenheit, Weinkrämpfe, Stimmungsschwankungen, unkontrollierte Wut, Veränderungen der Essgewohnheiten und Heißhunger, Einschlafschwierigkeiten, sozialer Rückzug, Konzentrationsschwierigkeiten und Veränderungen der Libido. Gelenk- und Muskelschmerzen, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Gewichtszunahme, Bauchschmerzen, Spannungsgefühl in den Brüsten, Hautunreinheiten, Durchfall oder Alkoholunverträglichkeit sind die körperlichen Anzeichen des Syndroms.

Diese Veränderungen sind in der Regel so stark, dass sie den Alltag beeinträchtigen, und verschwinden bei vielen Frauen am 4.-5. Tag nach Beginn des Zyklus. Bei wenigen Frauen sind diese Auswirkungen außerordentlich stark. Dieser sehr schwere Zustand wird als prämenstruelle dysphorische Störung bezeichnet und bedarf unbedingt einer Behandlung.

WAS SIND DIE BEKANNTEN URSACHEN?

Welche Ursachen genau zum prämenstruellen Syndrom führen, ist noch nicht bekannt. Man nimmt jedoch an, dass dieses Syndrom durch das Zusammenwirken mehrerer Faktoren entsteht. An erster Stelle stehen dabei die hormonellen Veränderungen, die vor dem Zyklus im Körper auftreten. Dieser Zustand verschwindet mit einer Schwangerschaft oder mit den Wechseljahren.

Außerdem wird angenommen, dass auch die chemischen Veränderungen im Gehirn in dieser Zeit das prämenstruelle Syndrom verursachen. Ein Absinken des als Neurotransmitter wirkenden Serotonins führt zu Stimmungsschwankungen und damit zu Niedergeschlagenheit, Müdigkeit, Heißhunger oder Schlafproblemen. Schließlich kann auch eine nicht erkannte Depression zu diesem Syndrom führen. Eine Depression allein verursacht jedoch nicht alle Anzeichen. In der Behandlung haben auch die Veränderung der Ess- und Trinkgewohnheiten, die Antibabypille, Bewegung und psychologische Unterstützung einen sehr wichtigen Platz.

Kleine Veränderungen im Alltag oder verschiedene Behandlungsverfahren helfen, die vor der Regel erlebte Anspannung unter Kontrolle zu bringen. Wichtig ist dabei, zu verhindern, dass die auftretenden Probleme das Leben beeinträchtigen.

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