Verursacht die Endometriose Klumpen im Regelblut?

In der Regelblutung, die meist im Alter von 11 bis 14 Jahren beginnt und bis zu den Wechseljahren anhält, werden aus der Endometriumschicht der Gebärmutter (der innersten Schicht) Blut und…

01.09.2021 2 Min.
Verursacht die Endometriose Klumpen im Regelblut?
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In der Regelblutung, die meist im Alter von 11 bis 14 Jahren beginnt und bis zu den Wechseljahren anhält, werden aus der Endometriumschicht der Gebärmutter (der innersten Schicht) Blut und Schleimhautgewebe in Abständen von etwa einem Monat ausgeschieden, sofern keine Schwangerschaft eintritt. Klumpen im Regelblut zu bemerken führt zwar manchmal zu Sorge, ist aber in der Regel normal.

Während der Regelblutung lösen sich die Endometriumzellen, die die Gebärmutterinnenwand auskleiden, und verlassen den Körper. Gleichzeitig setzt der Körper Proteine frei, die das Blut in der Gebärmutter gerinnen lassen. Diese Gerinnung verhindert, dass die Blutgefäße in der Gebärmutterinnenwand weiter bluten.

Auch das Blut, das den Körper der Frau verlässt, enthält diese Gerinnungsproteine. In Zeiten der stärksten Blutung kann es dazu kommen, dass sich die Gerinnungsproteine im Blut zusammenlagern und Klumpen im Regelblut entstehen. Das geschieht meist, wenn sich das Regelblut vor dem Abfluss in der Gebärmutter oder in der Scheide sammelt.

Darüber hinaus können bei der Endometriose und der Adenomyose, die Frauen häufig betreffen, ungewöhnliche Blutungen und Blutklumpen auftreten. Bei diesen Erkrankungen, die dadurch entstehen, dass Gebärmuttergewebe an anderer Stelle als der Gebärmutterinnenwand wächst, entwickelt sich das Endometriumgewebe bei der Endometriose außerhalb der Gebärmutter und bei der Adenomyose innerhalb der Gebärmuttermuskulatur.

Die Endometriose ist eine chronische Erkrankung, die behandelt werden muss

Bei Patientinnen mit Endometriose kann die Ausprägung der Symptome unterschiedlich sein. Zu den klassischen Symptomen zählen Schmerzen, Schmerzen während oder nach dem Geschlechtsverkehr, Unfruchtbarkeit und schmerzhafter Stuhlgang. Da diese Symptome auch Anzeichen anderer Erkrankungen sein können, muss unbedingt eine Fachärztin oder ein Facharzt aufgesucht werden. In manchen Fällen zeigt die Endometriose keinerlei Anzeichen und kann bei einer ärztlichen Untersuchung zufällig entdeckt werden.

In der Behandlung der Endometriose können medikamentöse oder operative Möglichkeiten genutzt werden, oder Patientinnen ohne klinisch bedeutsame Beschwerden werden nur beobachtet. Die Schokoladenzyste kann mit einer medikamentösen Behandlung zwar kleiner werden, sie verschwindet aber nicht. Meist wird angestrebt, dass ihr Durchmesser etwas abnimmt, zumindest nicht zunimmt, und – noch wichtiger – dass die Beschwerden der Patientin klinisch vergehen oder so weit abnehmen, dass sie ihr Leben nicht mehr beeinträchtigen. Mit der medikamentösen Behandlung sollen ein Rückfall verhindert und die Beschwerden verringert werden. Manchmal kann eine medikamentöse Behandlung auch vor dem Eingriff erfolgen, um die Zyste zu verkleinern und die Operation zu erleichtern.

Der Eingriff wird in der Regel als minimalinvasive Operation (robotische oder laparoskopische Chirurgie) durchgeführt. Heute wird die offene Chirurgie in der Endometriosechirurgie außer in sehr seltenen Ausnahmefällen nicht mehr eingesetzt. Wegen ihres Aufbaus haftet die Schokoladenzyste weit stärker am Eierstock als eine gewöhnliche Zyste.

Wird zu viel Kraft aufgewendet, kann es zu einer Situation wie der Entfernung von Eierstockgewebe kommen. Deshalb ist es in der endoskopischen Chirurgie sehr wichtig, die Schokoladenzyste behutsam vom gesunden Eierstockgewebe zu lösen und das verbleibende gesunde Gewebe gut zu schützen.

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