Es ist bekannt, dass die Laparoskopie in einigen technischen Fragen Grenzen hat. Bei der laparoskopischen Chirurgie wird an einem zweidimensionalen Bild gearbeitet; das Tastgefühl ist, wenn auch gering, vorhanden; die Beweglichkeit ist eingeschränkt. Die verwendeten Instrumente haben die Form gerader Stäbe. Deshalb sind Hand- und Handgelenkbewegungen begrenzt. Die in den 1980er Jahren von der NASA entworfenen Anwendungen der Fernchirurgie haben den Weg für die Entwicklung der Robotertechnik gebahnt. Die heute verwendete Technik wurde in den 2000er Jahren von der FDA zugelassen und für den chirurgischen Einsatz im selben Raum verfügbar gemacht. Die robotische Chirurgie bietet in hohem Maße alle Vorteile, die die laparoskopische Chirurgie mit sich bringt, wie eine schnellere Genesung, einen kürzeren Krankenhausaufenthalt, eine schnellere Rückkehr in den Alltag und weniger Blutung während der Operation. Da das Robotersystem zudem Bewegungen wie die des Handgelenks zulässt, ist die Möglichkeit zum Manövrieren größer als bei der Laparoskopie, und viele schwierige Handgriffe lassen sich unter dreidimensionaler Sicht und dank der Gelenkbewegung leicht ausführen. Vergleicht man Laparoskopie und Robotersystem, gibt es zwischen den Operationszeiten kaum einen Unterschied. Nur rücken bei der Laparoskopie die eingeschränkte Bewegung und das Arbeiten in einer zweidimensionalen Umgebung die robotische Chirurgie etwas mehr in den Vordergrund. Beim Robotersystem wird dank des dreidimensionalen Bildes eine hervorragende Sicht erreicht und es wird möglich, feine Bewegungen auszuführen. Anatomische Strukturen sind sehr genau zu sehen. Da kleine Gefäße und Nerven erkannt werden, entstehen weniger Blutung und weniger Gewebeschaden. Weitere Vorteile des Verfahrens sind die Sicherheit, die Vielseitigkeit der Bewegungen, das dreidimensionale Bild, die Teilnahme an der Operation aus der Ferne und dass der Operateur den Eingriff sitzend durchführt. Da es bei der robotischen Chirurgie kein Tastgefühl gibt, muss der Operateur sich auf optische Hinweise stützen, um die auf die Gewebe auszuübende Kraft zu bestimmen. Der Aufbau vor der Operation erfordert besondere Erfahrung. Die Schwierigkeit, die Lage der Instrumenten- oder Kamerazugänge zu verändern, der Zeitaufwand für eine Änderung der Lagerung der Patientin während der Operation und Verzögerungen bei einem sofortigen Eingreifen bei der Patientin gehören zu den Nachteilen der robotischen Chirurgie. Daneben kann die robotische Chirurgie bei komplexen Eingriffen bevorzugt werden, bei denen die Laparoskopie nicht wirksam angewendet werden kann.
Die Unterschiede zwischen Laparoskopie und robotischer Chirurgie im Hinblick auf den Komfort der Patientin
Es ist bekannt, dass die Laparoskopie in einigen technischen Fragen Grenzen hat. Bei der laparoskopischen Chirurgie wird an einem zweidimensionalen Bild gearbeitet; das Tastgefühl ist, wenn auch gering, vorhanden; die…
13.07.2018
2 Min.
