Gibt es eine medikamentöse Behandlung der Endometriose?

Auch wenn für die Endometriose verschiedene Behandlungsverfahren eingesetzt werden, wurde noch keine sichere Behandlung gefunden. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Erkrankung fortbesteht oder wiederkehrt, ist dagegen hoch.Für die bei der Endometriose…

10.12.2018 2 Min.
Gibt es eine medikamentöse Behandlung der Endometriose?
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Auch wenn für die Endometriose verschiedene Behandlungsverfahren eingesetzt werden, wurde noch keine sichere Behandlung gefunden. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Erkrankung fortbesteht oder wiederkehrt, ist dagegen hoch.

Für die bei der Endometriose auftretenden Schmerzen werden in der Regel Schmerzmittel eingesetzt. Mit der Hormonbehandlung wird angestrebt, den Eisprung möglichst lange anzuhalten.

Als Ergebnis der Behandlung kann manchmal nach Monaten und Jahren ein Rückgang der Endometriose zu sehen sein. Die medikamentöse Behandlung beseitigt die Erkrankung Endometriose leider nicht vollständig. Einige Zeit nach dem Absetzen der Medikamente beginnen die Schmerzen erneut spürbar zu werden.

Es wird ein leichterer Schmerz empfunden oder möglicherweise gar keiner

Bei Fällen von Endometriose konnte kein Zusammenhang zwischen dem Schmerz und dem Stadium der Erkrankung festgestellt werden. Manchmal wird bei leichteren Fällen von Endometriose starker Schmerz empfunden, während bei Endometriose im fortgeschrittenen Stadium (bei großen Endometriomen) leichterer Schmerz oder möglicherweise gar kein Schmerz empfunden wird.

Während die Medikamente bei manchen Patientinnen den Schmerz lindern, zeigen dieselben Medikamente bei anderen Patientinnen diese Wirkung möglicherweise nicht. Die hormonelle Behandlung umfasst Antibabypillen, Progesteronpräparate, Testosteronabkömmlinge (Danazol) und GnRH-Agonisten (Medikamente des Gonadotropin freisetzenden Hormons).

Haben hormonelle Behandlungen Nebenwirkungen?

Die Nebenwirkungen hormoneller Behandlungen können für manche Patientinnen ein Problem darstellen. Da man annimmt, dass die Aussicht auf eine Schwangerschaft durch die Erkrankung sinkt, und da mit einer Schwangerschaft ein Rückgang der Beschwerden der Endometriose erlebt wird, wird jenen mit Kinderwunsch empfohlen, nicht zu warten.

Bei Patientinnen mit Endometriose kann jedoch die Wahrscheinlichkeit einer Eileiterschwangerschaft und einer Fehlgeburt hoch sein. Mit einer laparoskopisch oder nach dem klassischen Verfahren durchgeführten Operation ist es möglich, die Endometrioseherde zu entfernen oder zu zerstören.

Dennoch besteht wie bei den übrigen Behandlungen die Wahrscheinlichkeit, dass die Erkrankung wiederkehrt. In langanhaltenden hartnäckigen Fällen kann die Entfernung der Gebärmutter, der Eierstöcke und aller Endometrioseherde in Betracht kommen.

Eine langfristige Behandlung

Die medikamentöse Behandlung der Endometriose ist eine langfristige Behandlung. Deshalb sollten auch die Nebenwirkungen und die Preise der Medikamente bedacht werden. Gestagene, eine recht wirksame Medikamentengruppe, wirken in hoher Dosis sowohl auf die Schmerzen als auch auf die Verkleinerung der Herde.

Nichtsteroidale Entzündungshemmer (NSAR) sind bei der Linderung der mit der Endometriose verbundenen Regelschmerzen recht wirksam. Auf die Verkleinerung der Herde haben sie keinerlei Wirkung.

Der Einsatz von Aromatasehemmern ist eine neue Strategie in der Behandlung der Endometriose. Sie werden eher bei Patientinnen mit Endometriose eingesetzt, die den Wechseljahren nahe sind.

Heute sind die am häufigsten eingesetzten Medikamente gegen die Schmerzbeschwerden der Endometriose Antibabypillen und nichtsteroidale Entzündungshemmer.

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