Es sollte bekannt sein, dass die Behandlung eines Endometrioms besonders bei Patientinnen mit verringerter Eizellreserve ein Verfahren ist, bei dem weit mehr Sorgfalt nötig ist. Wird bei einer Frau mit niedriger Reserve vor der Operation keine ausreichende Beurteilung vorgenommen und fehlt die nötige operative Erfahrung für diese Eingriffe, kann die Eizellreserve leider noch weiter abnehmen.
Besonders bei Patientinnen mit beidseitiger Schokoladenzyste, die zuvor bereits wiederholt am Eierstock operiert wurden, kann dies sogar dazu führen, dass die Patientin nicht schwanger werden kann, dass die künstliche Befruchtung scheitert und sogar zu einer FRÜHEN MENOPAUSE.
Erhöht die laparoskopische Operation bei Frauen mit Schokoladenzyste und Kinderwunsch die Schwangerschaftschance?
So wie die Schokoladenzyste bei Frauen zu einem Absinken der Eierstockreserve führen kann, kann auch der operative Eingriff ein unmittelbares Absinken der Reserve bewirken. Bei Frauen mit niedriger Eierstockreserve ist die Entfernung der Zyste in der Regel kein bevorzugtes Verfahren, da sie dazu führen kann, dass die Patientin in die Wechseljahre kommt. Wer sollte dann operativ behandelt werden?
Die Schokoladenzyste verringert die Eierstockreserve auch dann, wenn nicht operiert wird. Besonders bei Frauen mit guter Eierstockreserve und einseitigem Endometriom erhöht die endoskopische Chirurgie sowohl die CHANCE DER PATIENTIN, VON SELBST SCHWANGER ZU WERDEN, als auch die CHANCE, DAUERHAFT VON DIESER ERKRANKUNG BEFREIT ZU WERDEN. Besonders in der Gruppe mit Beckenschmerzen wirkt sich die Schmerzbeseitigung durch die Operation positiv auf den Alltag und das Eheleben der Patientin aus und erhöht zugleich die Schwangerschaftschance deutlicher.
