Myome sind im gebärfähigen Alter sehr häufig auftretende (sie finden sich bei fast jeder 4. bis 5. Frau)
gutartige Tumoren der glatten Muskulatur der Gebärmutter. Sie können häufig Schmerzen in Leiste und unterem Rücken oder starke bzw. unregelmäßige Blutungen verursachen. Manche zeigen überhaupt keine Anzeichen. Diese in der Gebärmutterwand auftretenden Gebilde können je nach Größe und Anzahl unterschiedliche Anzeichen verursachen.
Für die Behandlung von Myomen können eine regelmäßige Kontrolle und bei Bedarf eine medikamentöse Behandlung sowie in ausgewählten Fällen ein operativer Eingriff nötig sein. Es muss jedoch nicht unbedingt behandelt werden, sobald ein Myom festgestellt wird.
Verursacht es insbesondere keinerlei Beschwerden, sind seine Maße unverändert und nehmen nicht zu und gibt es in der Bildgebung nichts, was auf Bösartigkeit hindeutet, so genügt allein die Kontrolle. Auch wenn in den letzten Jahren durch Arzneimittelstudien Medikamente entwickelt wurden, die die Größe von Myomen kontrollieren und ihre Verkleinerung bewirken, sollte bekannt sein, dass diese Medikamente die Myome nicht vollständig beseitigen. Viele davon lassen sich nicht über lange Zeit anwenden. Auch wenn zum Zeitpunkt der Feststellung von Myomen keine Behandlung nötig ist, ist eine regelmäßige Kontrolle unbedingt sehr wichtig.
GIBT ES ALTERNATIVE VERFAHREN IN DER MYOMBEHANDLUNG?
Die Antwort auf diese Frage kann nicht eindeutig mit Ja gegeben werden. Es ist sehr wichtig, dass diese Gebilde, die langfristig ungewöhnliche Blutungen aus der Scheide, Blutarmut, Unfruchtbarkeit, starke Leisten- und Rückenschmerzen sowie Fehlgeburten verursachen können, unter ärztlicher Kontrolle stehen. Sind die Myome klein und stellen sie an ihrem Ort kein Problem für die Gesundheit dar (Beckenschmerzen, ungewöhnliche Blutungen aus der Scheide, Unfruchtbarkeit, Krebs), genügt allein ihre Beobachtung.
Treten jedoch durch die Myome ernsthafte klinische Beschwerden auf oder ist die Größe der Myome gewachsen, ist ein operativer Eingriff erforderlich.
Der grundlegendste Grund, in der Myombehandlung eine pflanzliche Kur zu versuchen, ist die Annahme, dass bei Myomoperationen die Gebärmutter entfernt werden müsse. Bei den meisten Operationen wegen Myomen lässt sich der Eingriff unter Erhalt der Gebärmutter erfolgreich durchführen. Auch wenn viele Frauen für die Myombehandlung nach einer pflanzlichen Behandlung (Kur) suchen, darf leider nicht vergessen werden, dass es keine Erkenntnisse über die klinische Wirksamkeit dieser Kuren gibt. Deshalb ist es sinnvoll, Patientinnen, die glauben, ihre Myome würden durch eine pflanzliche Kur verschwinden oder kleiner werden, noch einmal daran zu erinnern: Werden Myome nicht richtig behandelt, kann infolge ihres unkontrollierten Wachstums die Entfernung der gesamten Gebärmutter nötig werden. Obwohl der Nutzen dieser pflanzlichen Behandlungen nicht belegt ist, besteht eine der wichtigsten Fragen darin, dass nicht bekannt ist, was ihre Anwendung im Körper bewirkt. Das heißt, beim Versuch zu behandeln, können sie andere Beschwerden verursachen. Im Ergebnis empfehlen wir ihre Anwendung nicht, solange nicht bewiesen ist, dass sie wirksam sind und dem menschlichen Körper nicht schaden.
WAS SIND DIE ANZEICHEN VON MYOMEN?
Myome zeigen meist keinerlei Anzeichen und verursachen kein Gesundheitsproblem. Bestehen jedoch Anzeichen wie starke Blutung und Schmerzen während der Regel, Schmerzen im Beckenbereich, vermehrter Harndrang, chronische Verstopfung und/oder Schmerzen beim Geschlechtsverkehr, muss die Möglichkeit eines Myoms unbedingt in Betracht gezogen werden. Es sollte nicht vergessen werden, dass die regelmäßige frauenärztliche Untersuchung für Frauen sehr wichtig ist und dass sich auf diese Weise jedes Myom früh erkennen lässt.
