Zyklusstörungen sind ein Problem, das viele Frauen übersehen, das aber Anzeichen sehr ernster Erkrankungen sein kann. Eine regelmäßige Regelblutung ist ein Hinweis darauf, dass viele Systeme im weiblichen Körper richtig arbeiten.
Doz. Dr. Taner Usta, Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, gab überaus nützliche Erläuterungen zu Zyklusstörungen, dem Problem vieler Frauen. Doz. Dr. Usta, Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, erklärte für uns alle Einzelheiten, von den Beschwerden bis zu den Ursachen.
In den ersten Jahren, in denen der Regelzyklus beginnt, ist es normal, dass die Blutungen unregelmäßig sind. Unregelmäßigkeiten, die nach einigen Jahren noch immer bestehen, müssen jedoch beobachtet werden. Dass der Regelzyklus regelmäßig ist, deutet darauf hin, dass Gebärmutter, Eierstöcke, Scheide und Vulva ihre Aufgaben auf gesunde Weise erfüllen. Daneben ist für einen regelmäßigen Zyklus das normale Arbeiten der Nebennieren, der Hirnanhangdrüse und des Hypothalamusbereichs nötig.
ACHTEN SIE AUF DIE ANZEICHEN!
Auch wenn Frauen bei der Beschreibung einer Zyklusstörung meist den Zustand wahrnehmen, in dem die Zeit zwischen zwei Regelblutungen länger dauert als erwartet, weist eigentlich auch eine Zeit von weniger als 21 Tagen zwischen zwei Regelblutungen auf eine Störung hin.
Zyklusabstände von weniger als 21 Tagen und von mehr als 35 Tagen deuten auf eine Störung hin. Daneben sollten auch die Menge der Regelblutung und eine Regelblutung, die länger als 8 Tage dauert, als Anzeichen einer Störung gewertet werden.
Auch wenn Störungen, die nach dem 40. Lebensjahr beginnen, für die Wechseljahre gehalten werden, sollte nicht übersehen werden, dass die Wechseljahre bis zum 55. Lebensjahr beginnen können.
Bevor eine Frau selbst die Diagnose Wechseljahre stellt, sollte sie eine Frauenärztin oder einen Frauenarzt aufsuchen und sich untersuchen lassen. Es sollte nicht vergessen werden, dass für jede Frau eine regelmäßige frauenärztliche Untersuchung ab dem Beginn der Zwanziger zu den unverzichtbaren Dingen für ein gesundes Leben gehört.
NICHT MIT DEM AUSBLEIBEN DER REGEL VERWECHSELN!
Zyklusstörungen sollten nicht mit einer verspäteten (ausbleibenden) Regel verwechselt werden. Eine Verspätung kann auf eine Schwangerschaft hinweisen. Störungen, die in mindestens zwei Zyklen auftreten, sollten als Zyklusstörung untersucht werden.
DIE URSACHEN VON ZYKLUSSTÖRUNGEN?
Stress, hormonelle Störungen, die Einnahme von Medikamenten, plötzlicher starker Gewichtsverlust oder starke Gewichtszunahme, zu viel Sport und ein sehr niedriger Körpermasseindex (Body Mass Index: BMI) können Zyklusstörungen verursachen.
Zyklusstörungen können auch Anzeichen von Krebserkrankungen der Frau sein, besonders von Gebärmutterhalskrebs oder Gebärmutterkrebs. Daneben können auch Lebererkrankungen, Zuckerkrankheit oder eine klinische Depression Zyklusstörungen hervorrufen.
Auch das polyzystische Ovarialsyndrom (PCOS) und die Schokoladenzyste gehören zu den Ursachen von Zyklusstörungen. Die Zyklusstörung jeder Frau muss eigens untersucht werden. Denn dieses Problem sollte als eines gesehen werden, das eine recht eingehende Untersuchung erfordert und besonders in Krebsfällen im Hinblick auf die Früherkennung von großer Bedeutung ist.
