Starke Schmerzen während der Regel

Schmerzen während der Regel treten meist im Unterbauch auf und können kurz vor der Regelblutung oder nach ihrem Beginn einsetzen. Die Schmerzen sind in der Regel leicht. Es wird nicht…

07.05.2020 2 Min.
Starke Schmerzen während der Regel
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Schmerzen während der Regel treten meist im Unterbauch auf und können kurz vor der Regelblutung oder nach ihrem Beginn einsetzen. Die Schmerzen sind in der Regel leicht. Es wird nicht erwartet, dass sie das Leben stark einschränken oder den Alltag sehr beeinträchtigen. Bei manchen Frauen können diese Beschwerden jedoch im Gegenteil sehr stark sein. Manche Frauen haben während ihrer Regel sogar Schwierigkeiten, ihren Alltag fortzuführen. Sie können unter Umständen nicht zur Schule oder zur Arbeit gehen.

Das im weiblichen Körper gebildete Prostaglandin nimmt während der Regel zu. Ein hoher Prostaglandinspiegel führt zudem zu Kontraktionen und Schmerzen in der Gebärmutter. Bei Frauen mit hohem Prostaglandinspiegel sind die Regelschmerzen stark. Auch Symptome wie Erbrechen, Durchfall oder Kopfschmerzen hängen mit dieser Substanz zusammen. Die in der Behandlung eingesetzten Schmerzmittel verringern das Prostaglandin und führen so zu einer Abnahme sowohl der Schmerzen als auch der Blutungsmenge.

WAS SIND DIE URSACHEN STARKER SCHMERZEN?

Prostaglandine sind nicht die einzige Ursache starker Schmerzen während der Regel. Auch manche Erkrankungen sorgen dafür, dass diese Zeit schmerzhaft und beschwerlich verläuft. Verschiedene Erkrankungen wie die als Schokoladenzysten-Erkrankung bekannte Endometriose, Myome oder eine Adenomyose (die Schokoladenzysten-Erkrankung der Gebärmutter), Entzündungen in der Gebärmutter und/oder an Eierstöcken und Eileitern, eine Eileiterschwangerschaft, ein Intrauterinpessar (Spirale) oder eine Eierstockzyste führen zu einem beschwerlichen Verlauf der Regel.

Bei Frauen, die seit ihrem ersten Zyklus schmerzhafte Regelblutungen haben, gilt dieser Zustand als primär. Starke Schmerzen, die wegen Erkrankungen wie der Schokoladenzyste, Myomen oder einer entzündlichen Beckenerkrankung auftreten, sind dagegen sekundär. Wird die körperliche Erkrankung behandelt, die den Schmerz verursacht, verschwinden auch die schmerzhaften Regelblutungen.

MEDIKAMENTÖSE BEHANDLUNG

Um Krämpfe im Zyklus zu verhindern, werden meist entzündungshemmende Medikamente bevorzugt. Ibuprofen, Mefenaminsäure, Ketoprofen oder Naproxen helfen dabei, das Prostaglandin zu unterdrücken. Diese Medikamente sind wirksamer, wenn mit der Einnahme einige Tage vor Beginn des Zyklus begonnen wird; empfohlen wird die Einnahme bis zum Ende der Regelblutung. Sie zeigen jedoch nicht bei allen Frauen dieselbe Wirkung. Besonders Magnesium ist bei der Linderung von Schmerzen in schmerzhaften Regelblutungen recht hilfreich. Es kann zusammen mit Schmerzmitteln eingesetzt werden. Auch die Antibabypille gehört zu den Möglichkeiten. Diese Möglichkeiten können schrittweise einzeln oder gemeinsam eingesetzt werden.

Menschen mit Nierenerkrankungen oder Magenproblemen wie einem Magengeschwür oder Reflux müssen vor der Einnahme dieser Medikamente unbedingt ärztlichen Rat einholen. Daneben ist eine weitere wichtige Möglichkeit in der Behandlung, dass auch hormonelle Verhütungsmittel und die wirkstofffreisetzende Spirale bei der Kontrolle oder Beendigung der Krämpfe wirksam sein können. Besonders wenn der Schmerz jedoch auf eine bestimmte Ursache zurückgeht, sorgt erst die Behebung dieser Ursache für die Behandlung dieser Schmerzen.

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