Robotische Chirurgie & Laparoskopie, was sollte man wählen?

Das laparoskopische Verfahren, das die Medizin seit vielen Jahren in zahlreichen Bereichen einsetzt, bietet gegenüber den älteren Operationsverfahren einen großen Vorteil. Die robotische Chirurgie, die sich in den letzten Jahren…

29.05.2019 2 Min.
Robotische Chirurgie & Laparoskopie, was sollte man wählen?
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Das laparoskopische Verfahren, das die Medizin seit vielen Jahren in zahlreichen Bereichen einsetzt, bietet gegenüber den älteren Operationsverfahren einen großen Vorteil. Die robotische Chirurgie, die sich in den letzten Jahren zunehmend zu verbreiten beginnt, ist eine technisch weiterentwickelte Form des laparoskopischen Verfahrens.

Robotische Eingriffe, die mit einem Roboter namens Da Vinci durchgeführt werden, kommen in der klinischen Praxis in immer mehr Bereichen zum Einsatz, allen voran bei Krebserkrankungen der Frau. Beide Verfahren haben gewisse Vor- und Nachteile.

Dank der vielen Neuerungen, die es mit sich bringt, findet das Verfahren der robotischen Chirurgie zunehmend mehr Anwendungsbereiche. Wenn schwer erreichbare Stellen erreicht werden müssen und der Eingriff in sehr engen Bereichen unter dreidimensionaler Sicht mit Hilfe von Instrumenten durchzuführen ist, die Gelenke nachahmen, kann die robotische Chirurgie heute zunehmend bevorzugt werden.

DIE VORTEILE DER LAPAROSKOPIE

Die Laparoskopie hat gegenüber den herkömmlichen Operationsverfahren zahlreiche Vorteile. Ein erheblicher Teil dieser Vorteile gilt auch für die robotische Chirurgie. Der größte Vorteil, den die Laparoskopie in sich trägt, ist das Tastgefühl.

Da der Operateur den Eingriff während der Operation selbst ausführt, kann er genau bestimmen, wie viel Druck er auf das Operationsgebiet ausübt. Bei der Laparoskopie lassen sich außerdem das Umsetzen der Operationsgeräte oder der Wechsel der mit den Geräten verwendeten Instrumente einfacher durchführen.

Ebenso lässt sich auch die Lagerung der Patientin leichter verändern als bei der robotischen Chirurgie. Nahezu alle bei der Laparoskopie verwendeten Instrumente sind Instrumente, die von Ärztinnen und Ärzten seit vielen Jahren benutzt werden. Auch wenn die beim Da Vinci verwendeten Instrumente den laparoskopischen Instrumenten ähneln, kann der Umstand, dass diese Instrumente an Roboterarmen sitzen und der Roboter auf andere Weise geführt wird, erfordern, dass sich Operateure eine gewisse Zeit lang auf dieses Gerät spezialisieren.

DIE VORTEILE DER ROBOTISCHEN CHIRURGIE

Mit der robotischen Chirurgie wird sowohl für die Patientin als auch für den Arzt ein angenehmeres Umfeld erreicht. Der Operateur steuert den gesamten Eingriff sitzend von der Konsole aus. Deshalb hat er während der Operation körperlich weniger Mühe. Mit dem Da Vinci wird bei den Patientinnen wie bei allen geschlossenen Eingriffen eine schnelle Genesung erreicht. Deshalb sinkt auch die Dauer des Krankenhausaufenthalts nach der Operation deutlich.

Bei der robotischen Chirurgie wird anders als bei der Laparoskopie kein zweidimensionales, sondern ein dreidimensionales Bild gewonnen. Zudem sorgt der Umstand, dass es an den Roboterarmen anders als bei der menschlichen Hand kein Zittern gibt, für einen sichereren Verlauf der Operation. Dadurch sinkt das Risiko einer Schädigung des umliegenden Gewebes im Operationsgebiet auf ein Mindestmaß.

Da bei der robotischen Chirurgie die “Trokare” genannten Instrumente, die den Geräten das Eindringen durch die Bauchwand in den Bauchraum ermöglichen, in der Bauchwand fest sitzen bleiben, wird an den Trokarstellen im Vergleich zur Laparoskopie weniger Zug ausgeübt. Als Folge davon werden nach der Operation an der vorderen Bauchwand geringere Schmerzen empfunden.

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