Die Vorteile der robotischen Chirurgie

Mit der robotischen Chirurgie, die im operativen Bereich große Erleichterung und Komfort für die Patientin bietet, lassen sich viele Erkrankungen im Bauchraum behandeln. Die Ärztin oder der Arzt steuert die…

26.06.2018 2 Min.
Die Vorteile der robotischen Chirurgie
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Mit der robotischen Chirurgie, die im operativen Bereich große Erleichterung und Komfort für die Patientin bietet, lassen sich viele Erkrankungen im Bauchraum behandeln. Die Ärztin oder der Arzt steuert die Operation aus der Entfernung mit einem besonderen robotischen Operationssystem. Bei den mit diesem eigens entworfenen Robotersystem durchgeführten Eingriffen werden über kleine Schnitte im Bauchbereich die besonderen Instrumente, die der Roboter verwenden wird, in den Bauchraum eingebracht. Dank des fortschrittlichen Kamerasystems ist das feinste Detail zu sehen. Die Bereiche, in denen die Roboterchirurgie eingesetzt wird: Frauenheilkunde: Krebserkrankungen der Gebärmutter, Gebärmuttersenkung, Gebärmutterentfernung, Myomoperationen, Schokoladenzyste Urologie: Blasenkrebs, Prostatakrebs, Nierenkrebs Herzchirurgie: bei Herzklappen- und Bypassoperationen Allgemeinchirurgie: Dickdarmchirurgie, Adipositaschirurgie, Bauchspeicheldrüse, Brüche

Die 6 Vorteile der robotischen Chirurgie

  • Weniger Blutverlust: Bei der robotischen Chirurgie wird wie bei der Laparoskopie der Bauch der Patientin mit Gas aufgedehnt. Der Gasdruck verhindert starke Blutungen. Dank der 3-dimensionalen Kameras (klassische laparoskopische Eingriffe erfolgen 2-dimensional) wird das Operationsgebiet sehr klar gesehen, sodass einer möglichen Blutung wirksam begegnet wird und im Ergebnis wenig Blutverlust entsteht.
  • Weniger Schmerzen: Da die Operationsschnitte klein sind und die im Inneren vorgenommenen Handgriffe fein ausgeführt werden, werden im Vergleich zu offenen Eingriffen weniger Schmerzen empfunden.
  • Schnelle Genesung: Da der operierte Bereich klar gesehen wird, werden das Organ, an dem operiert wird, und das umliegende Gewebe geschont, und es entsteht weniger Schaden an den Geweben. Die Blutung ist so gering, dass sie kaum vorhanden ist. Auch die Operationsschnitte sind recht klein. Dementsprechend ist die Genesungszeit nach der Operation kurz. Die Patientin kann früher als bei einer offenen Operation aus dem Krankenhaus entlassen werden.
  • Schnelle Rückkehr in den Alltag und ins Familienleben: Nach einem mit robotischer Chirurgie durchgeführten Eingriff wird in kürzerer Zeit zu den gewohnten Tätigkeiten zurückgekehrt. Mit der normalen Nahrungsaufnahme wird früher begonnen.
  • Die Narben sind kaum zu erkennen: Die Narben sind so klein, dass sie ästhetisch kein Problem darstellen.
  • Das Infektionsrisiko ist gering: Bei der robotischen Chirurgie tritt eine Wundinfektion seltener auf.
  • Bessere Krebskontrolle: Dank des 3-dimensionalen (klassische laparoskopische Eingriffe erfolgen 2-dimensional), hochauflösenden Bildes und der Instrumente, die sich in 7 Freiheitsgraden bewegen können, lassen sich die Gewebe klarer sehen und bearbeiten.

Der größte Nachteil der robotischen Chirurgie ist, dass sie teurer ist als die übrigen Verfahren. Doch wie bei den laparoskopischen Eingriffen wird erwartet, dass sie mit der Zeit günstiger wird und nicht nur Patientinnen mit den entsprechenden Möglichkeiten, sondern allen Patientinnen zur Verfügung steht.

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