Der Menstruationszyklus gehört zu den wichtigsten Daten, die Auskunft über die Gesundheit der Frau geben. Zyklusstörungen, ein Problem, das viele Frauen erleben, gehören zu den wichtigsten Themen, die Frauen um ihre Gesundheit besorgt machen. Auch wenn eine Verzögerung von einigen Tagen im Jahr als normal gilt, darf nicht übersehen werden, dass häufiger auftretende Zyklusstörungen ein Vorbote von Problemen wie Myomen oder Tumoren sein können.
Aufgrund ihres Hormonzyklus sollten Frauen unter normalen Bedingungen einmal im Monat ihre Regel bekommen. Obwohl der Zyklus jeder Frau unterschiedlich ist, gilt es als Zyklusstörung, wenn Frauen jeden Monat zu Zeitpunkten menstruieren, die sie nicht vorhersagen können. Da eine Zyklusstörung oder das Ausbleiben der Regel zudem Anzeichen vieler Erkrankungen sein kann, muss die zugrunde liegende Ursache unbedingt abgeklärt werden.
Stress kann zu einer verspäteten Regel führen
Zyklusstörungen treten meist bei jungen Mädchen auf, die gerade erst ihre Regel bekommen haben, und bei Frauen kurz vor den Wechseljahren. Der Grund dafür sind Veränderungen der Hormone; Hormonstörungen können Zyklusstörungen verursachen. Störungen der Schilddrüsen- und Prolaktinhormone, starke Gewichtszu- und -abnahme, übermäßiger Sport und starkes Untergewicht können zu Zyklusstörungen führen. Als größte Ursache von Zyklusstörungen, die nicht auf ein Gesundheitsproblem zurückgehen, lässt sich Stress benennen. Viele Frauen beginnen schon bei geringstem Stress, Zyklusstörungen zu erleben.
Zyklusstörungen können ein Vorbote von Erkrankungen sein
Zyklusstörungen können durch allgemeine Faktoren wie Stress und Jahreszeitenwechsel entstehen, aber auch als Vorbote bestimmter Erkrankungen auftreten. Hypothalamus, Hypophyse, Gebärmutter und Eierstöcke sind die vier wichtigen Faktoren, die den Zyklus der Frau regeln. Ein Problem an einem dieser Elemente kann zu Zyklusstörungen führen. Auch ein Tumor der Hypophyse oder das Vorliegen einer Zyste, eines Myoms oder eines Tumors an den Eierstöcken oder in der Gebärmutter kann Zyklusstörungen verursachen. Außerdem können eine Verdickung des Gebärmuttergewebes, Polypen in der Gebärmutter oder am Gebärmutterhals und, wenn auch selten, Krebs zu den Ursachen von Zyklusstörungen gezählt werden. Werden diese Probleme beseitigt, verschwindet auch die Zyklusstörung. Wie bereits erwähnt, treten bei Frauen jedoch zeitweise auch Zyklusstörungen auf, die auf keiner Ursache beruhen.
Zyklusstörungen sind behandelbar
Die Behandlung von Zyklusstörungen richtet sich nach der festgestellten Ursache. Deshalb sollten Frauen mit Zyklusstörungen nicht auf eigene Entscheidung Medikamente einnehmen, um diesen Zustand zu beheben, und müssen unbedingt ärztlichen Rat suchen, damit die Ursache der Zyklusstörung bestimmt werden kann. Geht die Zyklusstörung auf Gesundheitsprobleme wie einen Tumor oder einen Polypen zurück, kann das Ausbleiben einer Behandlung dazu führen, dass weit ernstere Folgen auftreten.
